Author: Lang, L. (Laura)

Title (deu): "Don't forget to go home."

Description (deu): Tanz ist flüchtig und performativ, er ist zeitlich und räumlich begrenzt. Als kulturelle Praxis erzeugt er Gemeinschaften und ist ubiquitärer und perennierender Teil ritueller Praxen und kultureller Handlungen; kurz: Tanz ist gelebte Kultur. Bestimmte Tänze entstehen in bestimmten gesellschaftlichen Kontexten und werden von diesen mitgeformt. So schreiben sich Körperpolitiken, Geschlechterverhältnisse oder gesamtgesellschaftliche Machtverhältnisse in den Tanz ein.
In der vorliegenden Diplomarbeit beschäftige ich mich mit Tanzformen, wie sie in Clubs zu elektronischer Tanzmusik praktiziert werden. Dieser Tanz ist ein Tanz des*der Einzelnen und der Gemeinschaft. Es ist ein Tanz des Publikums, kein Tanz, der auf einer Bühne aufgeführt wird. Die Arbeit stellt einen Versuch dar, Tanzformen in Clubs einerseits zu beschreiben und andererseits auf ihre gesellschaftliche Relevanz zu untersuchen: Inwiefern lassen sich spontane und intuitive Tanzformen charakterisieren? Worin besteht das Miteinander, worin das Einzelne im Tanz und welches Verständnis von „Gemeinschaft“ und „Individuum“ zeichnet sich darin ab? Wenn man Tanzfläche und Club als Wunsch- und Zerrspiegel unserer Gesellschaft begreift, welche Wünsche könnten sich darin äußern? Wer darf auf die Tanzfläche und welche (utopischen) Vorstellungen von Gemeinschaft werden im Club erfahrbar gemacht? In welcher Weise unterscheiden sich die Regeln, Ästhetiken und Hierarchien der Clubkultur von jenen der profanen Welt? Und worin ähneln sie sich? Im Zuge dieser Diplomarbeit soll versucht werden, Fragestellungen zu konkretisieren bzw. mögliche Antworten zu formulieren.

Description (deu): http://www.collectedworks.eu/dieangewandte/ http://www.collectedworks.eu/dieangewandte/

Description (eng): Dance is elusive and performative, spatially and temporally transient. As a cultural practice it establishes communities and is a ubiquitous and perennial part of ritualistic practice and cultural acts: Dance is lived culture. Particular forms of dance develop in certain societal contexts and as such they are shaped by these contexts, with physical politics, gender differences and collective social power structures manifesting in dance.
In this diploma thesis I concern myself with the form of dance practised in nightclubs to electronic music. This dance is both one of individual expression and collective community. It is a dance belonging to the audience, not one performed on stage. This thesis depicts different forms of dance in clubs and also examines them for their social relevance: To what extent can one characterize impulsive and intuitive forms of dance? What does the togetherness consist of, and to what extend do the clubbers dance alone? And what kind of understanding between “community” and “individual” becomes apparent within? If one conceives of the dance floor and club as a wishing well and distorting mirror of our society, what kind of wishes could manifest? Who may enter the dance floor and what (utopian) perceptions of “community” become tangible in the club? How do rules, aesthetics and hierarchies of club culture distinguish themselves from those of the mundane world? And how do they resemble one another? In the course of this diploma thesis I will explore these questions and possible answers, and specify issues.

Object languages: German

Contributor: Strouhal, E. (Ernst)