Margarete Schütte-Lihotzky-Bauen und Design in Zeiten der Siedlerbewegung
Title (de)
Margarete Schütte-Lihotzky-Bauen und Design in Zeiten der Siedlerbewegung
Language
German
Description (de)
Abstract
In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Zeit der Siedlungsbewegung anhand zweier Po-sitionen dargestellt.
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand, angelehnt an die englische und deutsche Gartenstadtbewegung, durch soziale Umstände, insbesondere aber durch die Versorgungs-knappheit nach dem 1. Weltkrieg, die Siedlerbewegung. Diese Bewegung trat vor allem in Deutschland und Österreich zu Tage und brachte einen neuen Diskurs in die Architektur ein. Das 1920 gegründete Siedlungsamt in Wien und verschiedene Verbände setzten sich mit den Problemen der Überbevölkerung, dem Wohnungsmangel und den zu hohen Miet-preisen auseinander. Der Siedlungsfonds der Gemeinde Wien leistete finanzielle Hilfe für den beginnenden Siedlungsbau.
Architekten wie Margarete Schütte-Lihotzky und Franz Schuster waren bemüht, der sozial schwachen Gesellschaft einen Überlebensraum zu schaffen. Siedlungen, Kleinsthäuser und Kleinstwohnungen waren durch den gesellschaftlichen Wandel notwendig gewordene Konsequenzen. Schütte-Lihotzkys und Schusters Beiträge zur Innenraumgestaltung und zur Architektur der Zwischenkriegszeit waren auf Typisierung, Vereinfachung und Ratio-nalisierung ausgerichtet. Schütte-Lihotzky beschäftigte sich schon während ihres Studiums an der k.k. Kunstgewerbeschule mit rationeller Ausstattung und Architektur, ein Gebiet, das sie Zeit ihres Lebens weiterentwickelte und mit namhaften Architekten zusammenar-beiten ließ. Studien über die zeit-, weg- und kraftsparende Innenraumgestaltung sind über sie zu einem wesentlichen Begriff der Architekturgeschichte geworden. Ihr weniger be-kannter Zeitgenosse Franz Schuster war ebenfalls in der Architektur, mehr aber noch als Lehrer tätig. Seine Thematik lag vor allem auf dem Gebiet der Siedlungsbewegung, insbe-sondere auf ihrem Möbeldesign, aus welchem die sogenannten „Aufbaumöbel“ hervorge-gangen sind.
Das Schaffen dieser beiden Architekten zeigt beispielhaft, die aus der Siedlungsbewegung positiv hervorgegangenen Lösungsvorschläge zur Bewältigung der damaligen Lebensver-hältnisse der sozial schwachen Gesellschaft.
Description (en)
Abstract
The present diploma thesis analyses the settlement movement based on two positions.
Influenced by the English and German garden city movement, the settlement movement emerged in the 1920s. Social circumstances as well as supply shortages, caused by the First World War, had their impact on the development of the settlement movement. In Germany and Austria the movement’s occurrence entailed a new discourse in architecture. The sett-lement office in Vienna, which was founded in 1920, as well as various other organisations started to deal with issues concerning overpopulation, housing shortages and high rental rates. The settlement fund of the city of Vienna provided financial assistance for initiating housing developments.
The architects Margarete Schütte-Lihotzy and Franz Schuster made an enormous effort to offer accommodation for the socially deprived, where they could live in a dignified man-ner. Settlements, small houses and apartments had become indispensable, due to the social change. During the interwar period, Schütte-Lihotzky’s and Schuster’s comments on inte-rior design and architecture were characterised by standardisation, simplification and ratio-nalisation.
Already during her studies at the ‘k.k. Kunstgewerbeschule’, Schütte-Lihotzky occupied herself with rational design and architecture, which she enhanced during her lifetime and enabled her to cooperate with well-known architects. Schütte-Lihotzky developed her stu-dies on time-, distance-, and effort-saving interior design into an essential concept of the history of architecture. Her lesser-known contemporary Franz Schuster was also engaged in architecture, although he mainly occupied himself with teaching. His major topics were the settlement movement and furniture design, from which the so-called ‘Aufbau Möbel’ emerged.
The work of the two architects can be seen as a major example for coping with the former living conditions of the socially disadvantaged society during the beginning of the 20th cen-tury.
AC-Number
Adviser
Patrick Werkner
Author of the digital object
Mira Tesselaar
Licence Selected
Type of publication
other
Date of approbation period
2014-04-10
Additional allocation
Schriftlicher Teil der künstlerischen Abschlussarbeit
Pages or Volume
113
- DetailsUploaderResource typeText (PDF)Created02.04.2014 09:08:53 UTCLast modified23.04.2024 12:29:19 UTC
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