Geometrische Gewalt. Über die "Triangulation an einem Hund"
Title (deu)
Geometrische Gewalt. Über die "Triangulation an einem Hund"
Author
Oona Teresa Peyrer-Heimstätt
Advisor
Description (deu)
Geometrische Gewalt. Über die "Triangulation an einem Hund"
Als „Triangulation“ bezeichne ich die formale Veränderung eines gegebenen Gegenstandes durch die Anbringung einer Struktur aus gleichseitigen Dreiecken unter dessen Oberfläche.
„Triangulation an einem Hund“ zeigt auf Fotografien, Plänen, Beschreibungen und an einem Modell den Körper eines Hundes, auf dessen Fell der linken Hüfte sich deutlich eine Fläche gleich großer, gleichseitiger Dreiecke abzeichnet. Es ist anzunehmen, dass diese durch einen operativen Eingriff in den Körper des Hundes implantiert wurden bzw. werden, denn die Elemente der Präsentation verweisen darauf, dass es sich bei dieser Darstellung um einen Entwurf zur Realisation und nicht um eine Dokumentation einer schon durchgeführten Arbeit handelt.
Nichtsdestotrotz ist der Rezipient gefordert, Stellung zu dem möglichen Eingriff zu beziehen. Die Elemente der Präsentation legen nahe, dass der Eingriff aus medizinisch-technischer Perspektive heute möglich ist. Die Reflexion einer ästhetisch-moralischen Debatte bleibt hier aber genauso unsichtbar wie unvermeidbar. Diese Fragen für sich zu beantworten wird dem Betrachter überlassen. Dabei erfährt er sein Unvermögen, ein eindeutiges Urteils abzugeben. Es handelt sich um das ambivalente Gefühl, welches ein erhabener Gegenstand auszulösen vermag, eine Gemütsbewegung, die unentschieden zwischen Lust und Unlust hin- und herschwankt. Denn was der Betrachter hier aus moralischer Sicht verurteilen muss, möchte er zugleich aus ästhetischer Sicht genießen:
„Diese Verbindung zweier widersprechender Empfindungen in einem einzigen Gefühl beweist unsere moralische Selbständigkeit auf eine unwiderlegliche Weise. Denn da es absolut unmöglich ist, daß der nämliche Gegenstand in zwei entgegengesetzten Verhältnissen zu uns stehe, so folgt daraus, daß wir selbst in zwei verschiedenen Verhältnissen zu dem Gegenstand stehen, daß folglich zwei entgegengesetzte Naturen in uns vereiniget sein müssen, welche bei Vorstellung desselben auf ganz entgegengesetzte Art interessiert sind. Wir erfahren also durch das Gefühl des Erhabenen, daß sich der Zustand unsers Geistes nicht notwendig nach dem Zustand des Sinnes richtet, daß die Gesetze der Natur nicht notwendig auch die unsrigen sind, und daß wir ein selbständiges Principium in uns haben, welches von allen sinnlichen Rührungen unabhängig ist.“ [Schiller, Friedrich: Über das Erhabene. erschien erstmals im III. Teile der Sammlung kleiner prosaischer Schriften, Leipzig bei Crusius 1801 / verfasst 1793/94, unter: gutenberg.spiegel.de – 25.5.2006]
Description (eng)
Violent Geometry. On "Triangulation on a dog"
Keywords (deu)
Oona Peyrer-HeimstättErnst StrouhalBarbara Putz-PleckoSommersemester 2006Wissenschaftliche ArbeitTextil
Subject (eng)
Type (eng)
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Provenance (deu)
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