Autor: Lieners, S. (Sandra)

Titel (deu): Cyclomanie im Spiel

Beschreibung (deu): Diese Diplomarbeit handelt von den Bedeutungskonstrukten um das Fahrradfahren als kulturelle und soziale Aktivität anhand von europäischen und amerikanischen Gesellschaftsspielen in ihrer klassischen Form, dem Brettspiel. Seit der Vorstellung des ersten, alltagstauglichen Zweirades - der Michauline, oder auch dem Tretkurbelrad - auf der Weltausstellung 1867 in Paris - fanden viele soziale Umbrüche in der Gesellschaft statt. Mit der Einführung eines neuen Verkehrsmittels werden Fragen aufgeworfen wie: Wer steigt auf das Fahrrad? Wer wird ausgeschlossen? Wo wird gefahren? Wie wird gefahren? Die Beantwortung dieser Fragen ab 1885 und die Veränderung der Antworten über die Jahre werden entlang von Spielen mit dem Thema auf den kommenden Seiten untersucht. Die Analyse geht auf das Fahrrad als ökonomischer Faktor, als Subjekt von Klassenzugehörigkeit, als Projektion für Ideale, als zweckfreies Spielgerät, als leistungsgenerierendes Sportgerät, sowie als Emanzipationsvehikel ein. Die aufgrund der Untersuchung der Spiele entstandenen Aussagen werden an die Kulturgeschichte des Fahrrades rückgekoppelt, um feststellen zu können, inwiefern die Spiele die damaligen gesellschaftlichen Umbrüche aufgreifen.

Beschreibung (deu): http://www.collectedworks.eu/dieangewandte/ http://www.collectedworks.eu/dieangewandte/

Beschreibung (eng): This master thesis focuses on the significance of cycling as a cultural and social activity based on European and American board games. The first two-wheeled vehicle that was suitable for daily use - the ‘Michauline’ - was presented at the 1867 International Exhibition in Paris. Since then, many social changes took place. The introduction of the new vehicle raised questions like “Who rides a bicycle?”, “Who is excluded from cycling?”, “Where do you ride a bicycle?”, “How do you ride a bicycle?”. This thesis examines 29 different cycling board games in order to answer these questions throughout the period from 1885 until 1910. The analysis addresses the bicycle as an economic factor, as an object of class affiliation, as a projection space for ideals, as a purposeless toy, as a performance-orientated sports equipment and as a tool for emancipation. The findings of this paper derive from the joint analysis of the board games and the cultural history of the bicycle. They show to what extend early cycling board games reflect radical social, cultural and economic changes that occurred due to the introduction of this new two-wheeled machine in society.

Sprache des Objekts: Deutsch

Beitragender: Strouhal, E. (Ernst)